Wissenswertes zur Beauftragung

Sie möchten einen öffentlich und bestellten Sachverständigen beauftragen?

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1. Was bedeutet eigentlich „öffentlich bestellter“ Sachverständiger?

Als „öffentlich bestellter“ Sachverständiger dürfen sich nur Sachverständige nennen, die durch  eine öffentlich-rechtliche Institution bestellt und vereidigt worden ist.

Das bedeutet, dass dieser Sachverständige

•          besondere Sachkunde,

•          Unabhängigkeit,

•          Unparteilichkeit und

•          Vertrauenswürdigkeit

nachgewiesen hat.

Leider bietet die Bezeichnung „Sachverständiger“ allein keine Gewähr für Qualität, denn diese Bezeichnung ist nach wie vor gesetzlich nicht geschützt, so dass sich grundsätzlich leider jedermann Sachverständiger oder auch Gutachter nennen kann.

Aus diesem Grund ist die Qualifikation und persönliche Integrität bei einem sogenannten „selbsternannten“ Sachverständigen genau zu prüfen. Sogar die Anerkennung durch private Sachverständigenvereinigungen kann die öffentliche Bestellung nicht ersetzen.

Die öffentliche Bestellung ist eine Auszeichnung für besonders qualifizierte Sachverständige und vom Gesetzgeber vorgesehene Auszeichnung. 

2. Was zeichnet einen öffentlich bestellten Sachverständigen aus?

Besondere Sachkunde

Der öffentlich bestellte Sachverständige durchläuft ein offizielles Bestellungs-verfahren und erbringt einen anspruchsvollen Nachweis über seine „besondere Sachkunde“. Überdurchschnittliche Fachkenntnisse und Erfahrungen sind die Grundvoraussetzungen.

Vertrauenswürdigkeit

Die Zuverlässigkeit und Integrität  ist ein wichtiges Kriterium, welches vor der öffentlichen Bestellung überprüft wird.

Unparteilichkeit

Die Gutachten werden unparteiisch erstellt und der bestellte Sachverständige wird darauf vereidigt seine Aufgaben gewissenhaft und weisungsfrei zu erfüllen.

Schweigepflicht

Der Sachverständige muss die ihm bei der Ausübung seiner Tätigkeit anvertrauten Privat- und Geschäftsgeheimnisse wahren. Bei unbefugter Verletzung der Schweigepflicht kann er bestraft werden.

Überwachung

Der Sachverständige wird durch die Institution, die ihn öffentlich bestellt hat, beaufsichtigt.

3. Was kostet ein Gutachten?

Wenn Sie unschuldig in einen Verkehrsunfall verwickelt wurden spricht man von einem Haftpflichtschaden, da Sie Ihre Schadenersatzansprüche gegen die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers anmelden. In diesem Fall haben Sie das Recht einen Sachverständigen Ihres Vertrauens zu beauftragen. Die Kosten hierfür hat Ihnen die gegnerische Versicherung zu erstatten. Aus diesem Grund fallen für Sie keine Kosten an. Dies gilt grundsätzlich auch dann, wenn die gegnerische Versicherung bereits einen Sachverständigen beauftragt haben sollte. Denn die Schadenfeststellung, die ja letztlich zur Schadenhöhe führt ist die Sache des Geschädigten und nicht des Schadensverusachers.

Wird der Sachverständige im Auftrag eines Gerichts tätig, so richtet sich die Höhe seiner Entschädigung nach dem Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG). Zusätzlich werden dem Sachverständigen die notwendigen Auslagen wie die Kosten für Hilfskräfte, Fotokopien, Reisen und Übernachtungen ersetzt. Die Kosten

des Sachverständigen sind Teil der Prozesskosten und von der unterliegenden Partei je nach Prozessausgang ganz oder anteilig zu tragen.

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